Fotoshootings mit dem niederländischen Model Jinthe Martens sind mehr als nur Bildserien – sie sind Inszenierungen von Männlichkeit, die zwischen Coolness, Erotik und Fantasie changieren. Fotografisch eingefangen wurde er von Barbara Frommann und Niels Brähler, die jeweils unterschiedliche Facetten seiner Ausstrahlung sichtbar machten.
Jinthe Martens in verschiedenen Settings
In der Georgskapelle in Bonn tritt Jinthe als markanter Bikerboy auf und wird von Barbara Frommann porträtiert. Vor dem Altar posiert er in enger Lederhose und einer Lederweste mit Schnürung, neben sich sein Motorrad. Der Kontrast aus sakralem Raum und kraftvoller Körperpräsenz schafft eine spannungsgeladene Bildsprache. Hier wird Leder nicht nur als Outfit, sondern als Symbol von Freiheit, Rebellion und selbstbewusster Maskulinität inszeniert.
Ganz anders wirkt die Serie in der Regenanlage und unter Schwarzlicht. Mit glühenden Augen und leuchtenden Halsketten von Drippy Amsterdam verwandelt sich Jinthe Martens vor der Kamera von Niels Brähler in einen düsteren Werwolf. Tropfnass in Harempants, bedrohlich und zugleich unwiderstehlich, wird er zum Sinnbild des Animalischen – eine Mischung aus Kraft, Verführung und Gefahr, die die Fantasie des Betrachters beflügelt.
In einer dritten Rolle begegnet er uns im Steampunk-Stil: Als charismatischer Cowboy lehnt Jinthe lässig an einer Bar, ausgestattet mit Lederaccessoires und viktorianisch inspirierten Details. Hier verbinden sich klassische Western-Attribute mit der Eleganz alternativer Modewelten des Steampunks.
Was all diese Shootings eint, ist Jinthe Martens besondere Ausstrahlung: Er verkörpert attraktive Maskulinität, die gleichermaßen selbstbewusst, cool und sinnlich ist. Ob als Biker, Werwolf oder Steampunk-Cowboy – er bleibt stets authentisch und verleiht jeder Inszenierung eine subtile Note mal mehr, mal weniger sanfter Verführung.
So entstehen Bilder, die nicht nur Outfits und Requisiten zeigen, sondern eine Haltung: die Lust daran, Maskulinität zu feiern – in all ihren Facetten.
Fotos: Barbara Frommann und Niels Brähler
Maske: Shideh Nikoukhessal
Settings und Ideen: Klaus Maresch