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Ein Briefumschlag mit funkelnden Rubinen
Ein Briefumschlag mit Rubinen sorgte für Schnappatmung beim Gatten, dem besten von allen.

Ein Briefumschlag mit funkelnden Rubinen

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Der Vampirthron von Lionsstar (Foto: Lionsstar)
Der Vampirthron von Lionsstar (Foto: Lionsstar)

Es geht mal wieder um den Gatten, den besten von allen, auch bekannt als „Das Monster“, dessen beklagenswerte Einstellung zu sinnvollen Anschaffungen, darunter Rubine und Saphire, Kreativität, lebensnotwendiger Deko und ein in Planung befindliches Halloween-Shooting mit verschiedenen Models und Creators im nächsten Sommer nebst den dafür notwendigen Anschaffungen, Recherchen und Planungen. Außerdem geht es um, nun ja, im rheinischen Dialekt würde man sagen: „Ich hab Puls! oder „Da krijen ich son Hals!“ Und dass man als beklagenswerter Ehemann und Fotograf gewisse Anschaffungen besser verdeckt plant… andererseits es auch gar nicht so schlecht ist, nach drölfzig Jahren Ehe (Gatte: Wie lange muß ich noch?) ein wenig Unberechenbarkeit in der glücklichen Ehe (Gatte: Glücklich? Jeder Tag mit dir ist so schön, schöner ist es höchstens in Teheran, Grosny oder Falludscha!“) zu bewahren.

Blutig funkelndes Gothic Shooting mit Rubinen

Für das Shooting anlässlich zu Halloween steht folgendes in des Fotostudios Beschaffungsplan. Benötigt wird ein überaus stil- und geschmackvoller Thronsessel im Barockstil mit „dezenten“ Schnitzereien, darunter Fledermausflügel und Totenschädel („So great!“ würde das Trumpeltier sagen), drei Models, venezianische und leicht gothic angehauchte Masken, Bodychains und diverse Jockstraps für heiße und glitzernde y-Chromosom-Träger sowie auf UV-Licht reagierende Utensilien (Klauen, Fänge, Linsen). Auf dem Thron sitzend der Vampirlord/Dämonenprinz, zu Füßen seine beiden Toyboys. Das Setting soll erotisch, verführerisch, eben im Dark Fantasy Style sein.

Zu dem in Planung befindlichen Fotoshooting hat der Designer Matt McKenly wertwolle Inspirationen geliefert, was die Verwendung von Rubinen betrifft. (Foto: Matt McKenley/Instagram)
Zu dem in Planung befindlichen Fotoshooting hat der Designer Matt McKenly wertwolle Inspirationen geliefert, was die Verwendung von Rubinen betrifft. (Foto: Matt McKenley/Instagram)

Als fantasyaffiner Fotograf kommt man nicht umhin, ein solches Setting anspruchsvoller zu gestalten. Rein zufällig (Wirklich ganz zufällig, isch schwör voll! Wallah! ) fand das Thema (Vampir)Jungs und Schmuck, Halsketten, Armbänder etc. Eingang in die Überlegungen. Bei der Recherche bei Instagram (wirklich ganz zufällig!) stieß der künstlerisch aktive Fotograf auf einen Schmuckdesigner mit sehr innovativen Vorstellungen, was das Thema Körperschmuck und steinbesetzte Body Chains betrifft. Nackte Haut wirkt erotisch, aber leicht bedeckte Haut oder ein durch passende Deko zusätzlich hervorgehobenes Sixpack wirkt noch viel mehr. Und des Fotostudios Devise lautet: „Da geht noch was!“ basierend auf dem Lebensmotto der unvergleichlichen, wahren und einzigen Miss Piggy: „Mehr ist mehr!“

Es ergab sich die Frage, wie arbeitet man unter Schwarzlichtbeleuchtung am besten mit Körperschmuck? Zumal die UV-Linsen, Klauen und Fänge Schwarzlicht reflektieren – da darf eine Body Chain nicht  verblassen. Die weitere Recherche ergab, dass Steine aus der Gruppe der Korunde, also Rubine und Saphire, Schwarzlicht ebenfalls reflektieren.

Schwarzlicht und Rubine?

Ergo wurde ein Juwelier kontaktiert, welcher den Kontakt herstellte zu einem Edelsteinhändler, welcher zwei Rubine (10 x 9 mm Antikschliff und 6 x 4 mm facettiert) zusandte. Mit diesen Muster-Steinen wird geprüft, wie sie genau auf Schwarzlicht reagieren und der Juwelier will dann gern eine entsprechende Body Chain basteln. Zur Diskussion steht auch, ob man den Barockthron sowie die Masken ebenfalls mit Rubinen im Tropfenschliff dekoriert. Blutrote Rubine im Tropfenschliff würden ja gut zum Thema Vampir passen.

Es klingelt. Trari Trara, die Post ist da. Der Gatte, der beste von allen, manchmal auch „das Monster“, nimmt die Post in Empfang und kommt ins Büro.

Gatte: „Post für dich. Fühlt sich komisch an. Da steht Edelsteinhandel auf dem Absender. Was ist das denn?“

Fotograf: „Das willst du nicht wissen.“

Es ist ja nicht so, dass solche Diskussionen nicht schon gelegentlich rund um die Aktivitäten in unserem Fotoshootingprojekt stattgefunden hätten. Gute Requisiten müssen sein.

Gatte: „Ich bin sicher, dass ich es eigentlich nicht wissen will, aber du sagst mir jetzt sofort, was in dem Umschlag ist!“

Fotograf: „Das werden die Rubine sein.“

Gatte (alarmiert): „DIE RUBINE?? Was für Rubine?“

Man muß wissen, der Gatte ist ein Fan von Bares für Rares und verfolgt natürlich die Expertisen von Dr. Heide Rezepa-Zabel. Er hat also schon einmal etwas von Rubinen gehört.

Fotograf: „Ach, das sind ganz kleine Steinchen. Ich will damit etwas testen. Mit Juwelier W. überlege ich, für das nächste Halloween-Shooting eine Body Chain für ein Model herzustellen. So wie die, die ich in dem Instaaccount von Matt McKenley gesehen hatte. Sehr inspirierend.“

Gatte: „Häh?“

Diese Body Chain von Matt McKenley liefert die Inspiration für ein Shooting zu Halloween.
Diese Body Chain von Matt McKenley liefert die Inspiration für ein Shooting zu Halloween.

Fotograf: „Die Body Chain mit der Halskette, von der mehrere steinbesetzte Stränge um die Schultern, ober- und unterhalb der Brust sowie um die Hüfte herumführen, um dann auf dem Rücken zusammengeführt zu werden.“

Gatte: „Dieses furchtbar kitschige Teil für Glitzerschwuppen? Echt jetzt? Das passt doch gar nicht zu Halloween.“

Immerhin, er ist im Ansatz lernfähig. Aber seine Fähigkeit zur Abstraktion und Extrapolation sind doch ausbaufähig. Es ist eine stetige Herausforderung, aber ich arbeite daran. Täglich.

Fotograf: „Eben, und deswegen wollen wir so eine Kette mit Rubinen herstellen. Ich will vorher testen, wie die Rubine auf Schwarzlicht reagieren. Da gibt es große Unterschiede. Die Rubine aus Indien beispielsweise …“

Der Gatte, mittlerweile an die Tür gelehnt und haltsuchend, fasst sich an die Brust: „Du willst diese Kette herstellen lassen? Mit Rubinen? Hast du sie noch alle?“

Fotograf: „Nein, da hast du völlig recht, ich habe sie (die Rubine) eben noch nicht alle! In den nächsten Tagen kommt noch ein weiterer Brief, auch mit Steinen…“

Der Gatte, dem die Schweißperlen auf der Stirn stehen: „Rein interessehalber, bevor ich … ach, was solls … hast du mal darüber nachgedacht, wie viele Steine dafür notwendig sind?“

Fotograf: „Natürlich. So etwa vier bis fünfhundert Carat kommen für die Body Chain schon zusammen. Ich brauche Rubine in verschiedenen Größen, von 5 mm Durchmesser bis 3 cm. Außerdem überlege ich noch, die Jockstraps, Masken und eventuell den Thron damit zu verzieren. Kommt bestimmt gut!“

Gatte schnappt nach Luft: „Vier bis fünfhundert Carat? Hast du mal überlegt, was diese Body Chain kosten soll? Als Requisite für ein Fotoshooting? Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

Fotograf: „Stell dir vor, wenn man Saphire nimmt, hat man bei Verwendung von UV-Licht den gleichen Effekt in einem kalten Blau. Müsste ich auch mal ausprobieren. Für ein Shooting im winterlichen Jack-Frost-Setting. Was meinst du?“

Der Gatte, nach Luft ringend aus dem Büro wankend: „Ich hätte auf meine Mutter hören sollen. Sie hat mich gewarnt. Verdammt.“

Synthetische Rubine und Saphire

Ich hätte ihm natürlich sagen können, dass es sich um synthetische Rubine und Saphire handelt, die nur einen Brechteil dessen kosten, was natürliche Edelsteine aus der Gruppe der Korunde kosten. Aber wo wäre der Spaß geblieben?

Bildquellen: Matt McKenley und Lionsstar

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